Mehr Anfragen ohne mehr Werbebudget
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Bevor mehr Werbebudget sinnvoll ist, lohnt sich der Blick auf das, was ohnehin schon passiert: Besucher, die auf der Website landen, Anrufe, die verpasst werden, Bewertungen, die nie erbeten wurden. Eine Reihenfolge, mit der Betriebe zuerst dort ansetzen, wo es am wenigsten kostet.
Der teuerste Reflex: mehr Werbung
Wenn zu wenige Anfragen kommen, ist der erste Gedanke meist, mehr Werbung zu schalten. Mehr Anzeigen, mehr Reichweite, mehr Klicks. Das kann funktionieren, ist aber der teuerste Hebel, weil jeder zusätzliche Besucher zusätzlich bezahlt wird, egal wie gut die eigene Website mit diesem Besucher umgeht.
Bevor mehr Besucher eingekauft werden, lohnt sich eine einfache Frage: Was passiert eigentlich mit den Besuchern, die schon da sind? In den meisten Betrieben landet ein erheblicher Teil davon auf der eigenen Website, über die Google-Suche, über die Kartenanzeige, über Empfehlungen, und ein großer Teil davon verlässt die Seite wieder, ohne anzufragen. Genau dort liegt der günstigste Hebel, weil diese Besucher bereits da sind und nichts zusätzlich kosten.
Erreichbarkeit: die größte stille Lücke
Der erste Ansatzpunkt ist Erreichbarkeit. Viele Anfragen entstehen abends, am Wochenende oder in Pausen, außerhalb der Zeiten, in denen jemand im Büro ans Telefon geht. Wenn zu diesen Zeiten niemand reagiert, geht der Interessent zur nächsten Website weiter, ohne dass der Betrieb davon erfährt.
Ein Chatbot mit Terminbuchung auf der eigenen Website schließt genau diese Lücke. Er nimmt die Anfrage rund um die Uhr auf, stellt die nötigen Rückfragen und kann in vielen Fällen direkt einen Termin vereinbaren, ohne dass jemand aus dem Team in diesem Moment verfügbar sein muss. Das erhöht nicht die Zahl der Besucher, sondern den Anteil der Besucher, aus denen tatsächlich eine Anfrage wird.
Nachfassen: der Auftrag, der schon fast da war
Der zweite Ansatzpunkt betrifft Anfragen, die bereits da waren, aber im Alltag untergegangen sind. Ein Angebot wurde verschickt, aber niemand hat noch einmal nachgefragt. Ein Interessent hat den Chatbot nach der ersten Frage verlassen, ohne einen Termin zu buchen. Solche Fälle sind keine verlorenen Kunden, sondern offene Vorgänge, die im normalen Tagesgeschäft schlicht liegen bleiben.
Automatisches Nachfassen sorgt dafür, dass diese Vorgänge nicht vergessen werden. Nach einer festgelegten Frist wird höflich nachgefragt, ob noch Interesse besteht oder ob eine Rückfrage offen ist. Das kostet keine zusätzliche Zeit im Team, bringt aber regelmäßig Aufträge zurück, die sonst kommentarlos verloren gegangen wären.
Bewertungen: die Werbung, die schon bezahlt ist
Der dritte Ansatzpunkt sind Bewertungen. Zufriedene Kunden bewerten selten von sich aus, nicht aus Unzufriedenheit, sondern weil es im Alltag untergeht. Wer dagegen aktiv und zum richtigen Zeitpunkt nach einer Bewertung fragt, meist kurz nach Abschluss des Auftrags, bekommt deutlich mehr Rückmeldungen.
Diese Bewertungen wirken doppelt. Sie beeinflussen, wie ein Betrieb in der Kartenanzeige und in der lokalen Suche eingeordnet wird, und sie beeinflussen, ob jemand, der zwischen mehreren Anbietern vergleicht, sich für Sie oder für den Wettbewerb entscheidet. Bewertungsmanagement heißt hier nicht, Bewertungen zu steuern, sondern zufriedenen Kunden den Weg dorthin so einfach wie möglich zu machen.
Lokale Sichtbarkeit als Summe der Teile
Erreichbarkeit, Nachfassen und Bewertungen wirken nicht nur einzeln, sondern verstärken sich gegenseitig. Eine Website mit solidem SEO-Fundament sorgt dafür, dass Besucher überhaupt gefunden werden. Mehr Bewertungen verbessern wiederum, wie diese Website in der lokalen Suche eingeordnet wird. Bessere Erreichbarkeit sorgt dafür, dass aus diesen Besuchern tatsächlich Anfragen werden. Jeder Baustein für sich hilft, gemeinsam ist die Wirkung größer als die Summe der einzelnen Teile.
Das ist der Grund, warum es selten sinnvoll ist, nur einen dieser Bausteine isoliert zu betrachten. Eine Website mit System denkt sie von Anfang an zusammen, statt sie nacheinander als separate Projekte zu behandeln.
In welcher Reihenfolge es sich am schnellsten lohnt
Am schnellsten wirkt in der Regel die Erreichbarkeit, weil sie unmittelbar verhindert, dass bereits vorhandene Anfragen verloren gehen. Direkt danach folgt das automatische Nachfassen, weil es Vorgänge zurückholt, die sonst kommentarlos versanden. Bewertungsmanagement wirkt etwas langsamer, weil sich die lokale Sichtbarkeit über Wochen und Monate aufbaut, trägt dafür aber langfristig zur Zahl der Besucher bei, die überhaupt erst auf die Website kommen.
Erst wenn diese Grundlagen laufen, lohnt sich der Blick auf zusätzliches Werbebudget. Denn zusätzliche Besucher, die auf eine Website mit funktionierendem Erstkontakt, Nachfassen und Bewertungsmanagement treffen, führen zu spürbar mehr Aufträgen als dieselben Besucher auf einer Website, die diese Grundlagen nicht hat. Mehr Anfragen entstehen so zuerst durch bessere Nutzung des Vorhandenen, und erst danach, wenn überhaupt, durch mehr Budget.